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Sechs kleine Klavierst├╝cke

Quelle: Autographe Abschrift
Verschollen


Beschreibung:

Autographe Abschrift, gewonnen aus A. Vermutlich Stichvorlage für D (bzw. C*). Verschollen.
Hierzu eine Karte Schönbergs an die Universal-Edition vom 3. September 1913 mit Ergänzungen:
Schade daß ich nicht gefragt wurde: ich wollte bitten beim Druck der 6 Klavierstücke je eines auf eine Seite zu setzen, damit es halbewegs hübsch aussieht und der Spieler weiß daß nach jedem Stück eine längere Pause zu machen ist. Hochachtungsvoll Arnold Schönberg. 3/9. 1913.
Darüber steht oben links:
P. T. Der Titel soll lauten Sechs kleine Klavierstücke op. 19 von A. S.; daneben rechts: Auf die erste Seite ist eine Fußnote zu setzen: Nach jedem Stück ausgiebige Pause!
Als Stichvorlage diente demnach ein Ms., das weder die Stücke seitenweise separiert, noch die Fußnote zu Spielpausen zwischen den Stücken enthält und wahrscheinlich auch keinen Titel trägt, jedenfalls nicht den endgültigen. Aus einer weiteren Karte Schönbergs an die Universal-Edition, vom 14. 9. 1913 datiert (Archiv der Universal-Edition Wien), geht hervor, daß die Stichvorlage zudem keineswegs den endgültigen Text repräsentiert:
...ich sandte die Korrekturen der H. Klavierstücke. Leider mußte ich viel ändern, denn Sie hatten ein Manuskript (ohne mich zu fragen) benutzt, in das ich nicht alle endgültigen Eintragungen gemacht habe.
Diese Merkmale der Stichvorlage treffen auch auf A zu; für die Hypothese, A sei Stichvorlage gewesen, spräche auch die Überlegung, daß Schönberg einer von A genommenen Abschrift kaum noch einen unzuverlässigen Text belassen hätte. Die Hypothese könnte gestützt werden durch eine Karte Schönbergs an die Universal-Edition vom 16. Juli 1912, aus deren Wortlaut zu schließen wäre, Schönberg habe keine Zweitmanuskripte besessen:
Lieber Herr Direktor, ich habe Ihnen in der letzten Zeit fast meine sämtlichen Manuskripte geschickt, ohne von Ihnen eine Bestätigung erhalten zu haben. Es müssen folgende Werke sein: I. die ganze Partitur der Gurrelieder H. Partitur der Kammersymphonie III. Klavierauszug und Textbuch Monodram IV. 6 neue Klavierstücke V. 3 Lieder VL 2 Balladen VII. Lied für Harm. Cel. u. Harfe — bitte nennen Sie die Werke selbst in Ihrem Brief die Sie haben.
Doch ist es im Hinblick auf den Textzustand der Erstniederschrift A des Opus 19 kaum denkbar, daß diese als Stichvorlage benutzt werden konnte — selbst nicht bei weitester Auslegung der Schönbergschen Worte vom Fehlen „endgültiger Eintragungen”. Die Ansetzung eines weiteren autographen Manuskripts ist daher notwendig. Eine Kopie fremder Hand dürfte wegen der Unvollständigkeit von A ausscheiden.


Quellensiegel: B*
Gesamtausgabe: Reihe B, Bd.4, S. 17

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