Titel

Werkgattungen

Papiersorten

Volltextsuche

Kategoriensuche

Verknüpfte Suche

Sie befinden sich hier: Alle Titel / Streichquartett Nr. 2 - A. Originalfassung / Autographe Partiturreinschrift

Streichquartett Nr. 2
A. Originalfassung

Quelle: Autographe Partiturreinschrift

Quellentyp: Reinschrift

Beschreibung: Konvolut (quer 260 x 350 mm) aus einem festen Umschlag mit Leinenaufzug und einer Lage zu 7 Bögen der gleichen Sorte vorgedruckten Notenpapiers: 20 Systeme, Firmenzeichen auf 1. und 3. Seite des Bogens links unten: J. E.-Wappen a | No. 12a | 20 linig. Wohl von Schönberg selbstgebunden: gesonderte Fadenheftung der Lage in vier Durchstichen und Verklebung mit dem Umschlag. Mit Tinte beschriftet; wenige Eintragungen mit anderen Schreibmaterialien; Rasuren.
S.1–27: Notentext; Paginierung jeweils oben in den Außenecken; die Taktnumerierung – jeweils durch Zehnerzahlen im Kreis – ist mit Farbstift nachgetragen. Auf S. 20 sind die Systeme 1, 3–6, auf S.22 die Systeme 15, 17–20 mit Tinte nach rechts verlängert; auf S.19 ist im letzten Viertel der Systeme 1–6 die irrtümliche Wiederholung von T.3 des IV. Satzes mit Tinte gestrichen.
S.1 unten: Verehrte Familie Seybert! | Diese Abschrift dieses meiner Frau gewidmeten II. Streich-Quartettes habe ich seinerzeit für meine Frau angefertigt. Indem ich Sie bitte, sie zum | Andenken anzunehmen, gebe ich meiner Frau die Gelegenheit zu einem posthumen Dank für die Güte, die Sie uns getan – welches sie Ihnen gewiß zu höchst anrechnet aber | wofür selbst zu danken gewiß ihr höchster Wunsch ist. Vielen Dank! Ihr Arnold Schönberg Oktober 1923.
S.27 rechts unten, d.h. am Ende der Notierung: Arnold Schönberg.

Die Partiturreinschrift ist Abschrift der Niederschrift B; sie wurde zu einem Zeitpunkt angefertigt, als die Vorlage sich zwar nicht im letzten, wohl aber weit fortgeschrittenen Korrekturzustand befand. So bietet C zwar nicht in allen, wohl aber in den meisten Fällen die Lesarten von B post correcturam; an einigen Stellen ist zudem deutlich, daß Korrekturen aus B auch erst als Korrekturen in C eingegangen sind. Dennoch erreicht C nicht den letzten Stand der Revision von B.

Fußnoten
*) Felix Greissle, der Schwiegersohn Schönbergs, hat 1973 in einem Interview mit Joan A. Smith nähere Angaben über die Familie Seybert gemacht: In ihrem Haus war Schönberg mit seiner Familie zu Gast, als Mathilde Schönberg die letzten Wochen vor ihrem Tode am 18. Oktober 1923 im Sanatorium Auerspergstraße zubrachte: A friend of ours had a house in Vienna, a big house, and invited the whole family to be near the sanatarium where Mrs. Schoenberg was... And after she had died, Schoenberg in gratitude gave to the friend the manuscript of the second quartet. (Joan A. Smith: Sprechstimmen-Geschichte. An Oral History of the Genesis of the Twelve-Tone Idea, Diss. Princeton 1977, S.228). Es ist möglich, daß Lisette Seybert, die 1920-21 Schülerin Schönbergs war, dieser Familie angehört.
**) Vgl. dazu Collection Musicale André Meyer, Abbeville 1963, S. 14


Quellensiegel: C
Gesamtausgabe: Reihe B, Band 20, S. 133

zurück